Zur Entstehung von "Über die Elbe"

Auf dem Weg zur Arbeit überquere ich mit dem Zug die Elbe. Der Zug verlässt den Hauptbahnhof und fährt über den Oberhafenkanal an der Ericus-Spitze vorbei. Dort ist die Speicherstadt sichtbar. Bis zu den Elbbrücken verlaufen die Gleise parallel zur Versmannstrasse auf dem alten Güterbahnhof-Kai. Links ziehen die geschwungenen Hallen des Grossmarktes vorüber. Kurz vor den Elbbrücken sieht man den Billehafen und in der Ferne das Kraftwerk Tiefstack. Von den Norder-Elbbrücken ein weiter Blick über den Hafen und die Stadt. Es folgt der Blick auf Kaispeicher am Saalehafen und dann die Veddel mit dem Spreehafen. Es sieht aus, als würde sich dieser in weiter Ferne aufweiten und sich mit der Norderelbe in einer großen Wasserfläche vereinen, aber das täuscht. Die Köhlbrandbrücke ist kurz sichtbar, und der Lichtmastenwald des Güterbahnhofs.

Nun wird die Elbinsel überquert, von Wilhelmsburg ist wenig zu sehen. Bahngelände mit Birken und Moosflächen, Kleingartenkolonien. Die eingedeichte Süderelbe kommt in Sicht. Manchmal fliegen hier Kormorane. Ein letzter Blick auf das Wasser.

Jedes Mal, wenn ich auf der Hinfahrt die Elbe mit dem Zug überquert habe, notierte ich den Zustand der Elbe und des Wetters, manchmal zusätzlich auch auf der Rückfahrt. Freitags habe ich meist nur auf der Rückfahrt die Elbe überquert, da ich Donnerstags nach der Konferenz üblicherweise in Tostedt übernachtet habe. Es fehlen einige Tage, an denen ich zu müde zum Schreiben war oder ein anderer Fahrgast sich mit mir unterhalten wollte.

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